1864

In der Kölner Altstadt wird von dem Kaufmann Nicolaus August Otto und dem Ingenieur Eugen Langen die erste Motorenfabrik unter dem Namen N.A. Otto & Cie. gegründet.

1872

ist der Name Deutz geboren und die N.A. Otto & Cie. wird in Gasmotoren-Fabrik Deutz umbenannt.

1884

Nachdem die Motoren zuerst mit Leuchtgas betrieben werden, entsteht der erste von N.A. Otto entwickelte Viertaktmotor.

1894

werden in Philadelphia die ersten Versuche unternommen, ein mit Petroleum betriebenes Lokomobil mit 26 PS zu bauen. Der Motor stammte vom namhaften Konstrukteur Ettore Bugatti, Begründer der heute zum Volkswagenkonzern gehörenden Marke Bugatti die, sich mit Edelsportwagen einen Namen macht.

1907

Von Gustav und Arnold Langen, den Söhnen des Firmengründers, wird eine 3 Tonnen schwere “Deutzer Pfluglokomotive” gebaut.

1924

Die Maschinenfabrik Deutz AG kooperiert mit der Humbold AG in Köln-Kalk

1926

Nach einigen wirtschaftlichen Fehlschlägen gelingt erst 1926 mit dem “MTH 222” der Durchbruch und eine Serienproduktion wurde notwendig. Man errichtet auf dem Gelände der Humbold AG in Köln-Kalk eine Produktionsstätte.

1930

Die Unternehmen Maschinenbau Deutz AG fusioniert mit der Humbold AG zur Humbold-Deutz-Motorenbau AG. In Folge wird das Programm stark erweitert.

1933

Die Stahlschlepper der Humbold-Deutz-Motorenbau AG gehören zu den bestverkäuflichen Modellen auf dem Markt. Die 2 Zylinder Variante wird 9000 Mal verkauft.

1938

Die Firma Humbold-Deutz-Motorenbau AG nimmt den Namen Klöckner-Humbold-Deutz AG, kurz KHD, an. Der Einheits-Holzgasmotor wird entwickelt. Dieser arbeitet nach dem Zweistoffverfahren. Hierbei wird nach dem Anlassen mit Benzin nach kurzer Zeit auf Generatorbetrieb umgestellt. Anfangs nur an verschiedene Traktorenhersteller geliefert, ist dieser 1941 auch in eigenen Traktorenmodellen zu fínden. Ein verkürztes Getriebe sorgte dafür, dass die durch den vorgelagerten Generator verlängerte Baulänge sich im Rahmen hielt.

1944

Während das Werk in Ulm während des 2 Weltkrieges weitgehend verschont blieb, war das KHD Werk in Köln, das bis 1944 33.000 Schlepper produzierte, im 2. Weltkrieg zu 75% zerstört.

1946

wird im Lokomotivenwerk die Produktion des Bauernschleppers wieder aufgenommen und ist ab 1949 in großem Umfang wieder lieferfähig.

1953

Bis 1953 entstehen 19.677 Schlepper der Baureihen “F1M417”, “F2M417” und “F3M417”

1961

KHD baut eine neue Montagelinie. Diese erlaubt die Fertigung von 3000 Schleppern im Monat.

1968

Deutz übernimmt den Landmaschinenhersteller Fahr in Gottmadingen sowie 1969 die Mähdrescherfabrik Ködel&Böhm in Lauingen an der Donau. Futtermaschinen kommen nun aus Gottmadingen, Mähdrescher aus Lauingen und Traktoren aus Köln.

1982

Während KHD in den 70er Jahren den ersten Platz in der Zulassungsstatistik belegt, fällt KHD in den 80ern knapp hinter Fendt zurück. Im Export rückt KHD hinter John Deere. Landmaschinen werden nun unter dem Namen Deutz-Fahr vermarktet. KHD trennt sich von der Gießerei in Stockach.

1985

KHD übernimmt die Motorenwerke Mannheim. Das Werk liefert zu diesem Zeitpunkt Motoren für Fendt und Renault,wird in Folge aber auf die Fertigung von wassergekühlten Mittel- und Großmotoren umgestellt. Die nur noch wenig nachgefragten luftgekühlten Motoren liefert das Werk von Lizenzunternehmer Diter (Diaz de Teran) aus Zafra in Spanien.Des weiteren übernimmt die Tochterfirma Deutz of America Corporation den angeschlagenen Landmaschinenbereich der Allis-Chalmers-Agricultural Division inklusive der Allis-Chalmers Credit Corporation in Milwaukee/Wisconsin sowie die Gleaner-Mähdrescherfertigung. Deutz bietet nun in den USA eine vollständige Modellpalette an.

1986

Bis 1986 werden in Köln 900.000 Schlepper montiert.

1988

Aufgrund einer Fehleinschätzung des amerikanischen Marktes, des fallenden Dollars sowie einer rückläufigen Marktlage war das amerikanische Investment nicht von Erfolg gekrönt. Das Erntemaschinenwerk in Gottmadingen wird an die Niederländische Firma Greenland NV. verkauft

1989

Die für das USA-Geschäft zuständige Deutz-Alis Corporation wurde in Folge von Robert J. Ratcliff mithilfe einer amerikanischen Finanzgruppe durch ein Management Buy Out übernommen, woraus sich durch den Zukauf weiterer Landmaschinenhersteller der AGCO Konzern bildete.

1991

Die letzten Deutz Schlepper werden in die USA exportiert. Die Landtechnik AG in Schönebeck kann zeitweise als Vertriebspartner gewonnen werden.

1992

Das neue aber überdimensionierte Werk für moderne wassergekühlte Motoren wird in Köln

eingeweiht. Aus Kostengründen werden nun Getriebe der italienischen Firma SAME eingesetzt. SAME fertigt in folgenden Jahren auch Kabinen sowie Vorderachsen.

1995

Nachdem Deutz-Fahr wegen Bilanzfälschung immer weiter ins Trudeln gerät, wird die Deutz-Fahr-Agrartechnik GmbH von SAME übernommen und seit dem als Marke weiter geführt. Die verbleibende Deutz AG produziert nun nur noch Motoren. SAME hielt zwischenzeitlich 45% der Deutz AG, zog sich aber auf 25,1% zurück. Das Werk in Köln wurde geschlossen und die Mähdrescherproduktion nach Kroatien verlegt