Dieselzwerg

Gezeigt wird hier der Dieselzwerg (Baunummer 33) Baujahr 1951 von Christian Pfeifer. Hergestellt ab 1950 von der Firma Kühne und Berger, verfügt dieser über 8 PS aus 753cm³. Der Dieselzwerg basiert auf der von Kühne und Berger selbst hergestellten 3 Zoll Rahmenkonstruktion. Verwendet wurde als Motor der “Farmann Diesel”, später umbenannt in Farymann. Einige Teile wurden von demontierten US Jeeps übernommen. So wurde das  Getriebe (Schalt- und Verteilergetriebe), die Kupplung bei den ersten 73 und die Kupplungsglocke sowie bis Fahrgestellnummer 114 die Hinterachse vom US Jeep übernommen später ab Baunummer 73 von Opel. Besonderheiten waren weiterhin die für bis zu 2 Personen (300 KG) zugelassene Pritsche sowie das Wechselpflugwerk vor den Hinterrädern, wodurch ein genaues Pflügen auf engen Flächen möglich war. Auch gab es als Sonderausstattung ein von der Frontzapfwelle angetriebenes Mähwerk.

Bei Kühne und Berger begann alles in der von Eduard Kühne geleiteten Säge- und Kornmühle, als Julius Berger im 2. Weltkrieg in einem kleinen Teil der Mühle Hydraulikverschraubungen herstellte. 1946  übernahm man die Vertretung für die 1947 gegründete Firma Farny und Weinmann. Gebaut wurde der “Farymann Diesel”, der ab 1950 serienmäßig im Dieselzwerg verbaut wurde. Bis 1956 baute man inklusive Prototyp 199 Stück. Als sich Ende der 50er Jahre 4 Rad Fahrzeuge durchsetzten und säumige Zahler die Firma Kühne und Berger rote Zahlen schreiben lies, konzentrierte man sich ab 1956 wieder auf allgemeine Schlosser- und Schweißarbeiten, bis man sie 1961 komplett auflöste.